Kleiner Sonntagsgottesdienst für zuhause

 Gottesdienst am Sonntag
Ein kleiner Gottesdienst - zu Hause und doch nicht allein am Sonntag um 10 Uhr:  
Sie brauchen:  Eine Kerze, eine Bibel und ein paar Minuten Zeit. Der Text erscheint beim Anklicken der Überschrift!

Osterwichteln

Gemeindewichteln zu Ostern in Schildesche,
am Palmsonntag, den 05.04.2020

für alle Menschen der Stiftskirchengemeinde:

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Draußen

Liebe Gemeinde!

Ich bin gerne draußen, wenn das Wetter so schön ist wie in den letzten Tagen. Draußen bin ich aber auch aus meinem bisherigen Leben durch die Einschränkungen der letzten Tage und Wochen. Das Leben ist ein anderes geworden. Und ich lese und höre Bibelworte noch einmal anders als zuvor. So geht es mir auch mit dem vorgesehenen Predigttext für diesen Sonntag Judika:

„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Hebräer 13,12-14.

Diese Verse bilden die knappste Zusammenfassung der bildhaft-symbolischen Theologie des Hebräerbriefes. Zusammenfassungen stehen immer in der Gefahr zu verkürzen. Wer den Zusammenhang nicht kennt, tut sich oft schwer, sie zu verstehen. Darum vorweg ein paar Bemerkungen zur Theologie des Hebräerbriefes. Der Verfasser lebt ganz in der Bilderwelt der hebräischen Bibel, unseres Alten Testaments. Beherrschend ist die Vorstellung von Jesus als dem himmlischen Hohenpriester, der am großen Versöhnungstag durch sein Opfer die Versöhnung zwischen Gott und seinem Volk bewirkt. Diese Vorstellung wird auf das Geschehen am Kreuz übertragen. Und in diesem Geschehen ist Gott selber am Werk. Aus dem Tieropfer wird Jesu Hingabe des eigenen Lebens. Aber das Opfer wird nicht mehr im Tempel vollzogen, sondern „draußen vor dem Tor", in der Welt.

„Draußen vor dem Tor" hat Jesus gelitten. Und das heißt: Die Begegnung mit Gott ist überall möglich. So wichtig es mir auch ist, Gottesdienste in der Stiftskirche zu feiern, und so sehr mir dieses nun auch fehlt, die Musik der Orgel, der Gesang, die Gemeinschaft: Gott ist uns auch „draußen vor dem Tor“ nahe. Wir sind geheiligt, wir gehören zu Gott. Nichts kann uns von ihm trennen. Das ist der „Heiligenschein", den wir Christen seit der Taufe tragen. Und der uns in Bewegung setzt.

Der nächste Vers greift die Bewegung des ersten Bildes auf. Es ist sozusagen die Antwort der Gemeinde darauf, dass Jesus „draußen vor dem Tor" gelitten hat. Das wird schon sprachlich deutlich durch das „So - nun": „So lasst uns nun hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen." Der Hebräerbrief ist voller solcher Bewegungsbilder. In Anlehnung an den Auszug Israels aus Ägypten ist z.B. vom „wandernden Gottesvolk" die Rede. Kirche ist nur Kirche Jesu Christi, wenn sie in Bewegung bleibt; wenn sie sich nicht zu fest einrichtet; wenn sie das Lagerdenken überwindet und immer wieder aufbricht zu den leidenden Menschen. „Hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen", das heißt nichts anderes als: Christus ist da, wo Menschen in Ängsten sind, in Unsicherheit, wo Menschen leiden. Vor dem Lager. Draußen vor dem Tor.

Und auch mit Bild von der zukünftigen Stadt will uns der Briefschreiber in Bewegung setzen: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Wir Menschen suchen etwas Bleibendes, einen Ort, wo wir uns sicher und geborgen fühlen. Das eigene Zuhause spielt dabei eine wichtige Rolle. Gerade in diesen Tagen.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt." Der Hebräerbrief setzt einen anderen Akzent. Eure Stadt, euer Haus sind euch vorübergehend anvertrauter Wohn- und Lebensraum. Es gibt eine „zukünftige Stadt", die uns als unverlierbare Heimat verheißen ist. Das ist die letzte Geborgenheit und Gemeinschaft mit Gott.

Ich hoffe und wünsche, dass wir diese Gemeinschaft auch jetzt erfahren, wo wir räumlich auf Abstand zueinander sind, z.B. im Gebet. Ich habe die Anregung der Posaunenarbeit aufgenommen und spiele jeden Abend um 18 Uhr gemeinsam mit der Familie Choräle auf der Terrasse, draußen vor dem Tor.

Ihr Pfarrer Martin Féaux de Lacroix

Die Ballade von Jona

Für Kinder: die Ballade von Jona zum Anschauen (bitte oben klicken) und als Film bei Youtube.

 

 

Die Stiftskirchengemeinde hat ein neues Presbyterium !

Zum 22. März 2020 haben die 12 gewählten Mitglieder des neuen Presbyteriums ihr Gelöbnis schriftlich abgelegt. Aufgrund der Corona-Krise hat die Westfälische Landeskirche dafür kurzfristig die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, denn in der Regel erfolgt die Einführung in einem Gemeindegottesdienst.

Wir wünschen dem Presbyterium Gottes Segen bei der Ausführung des Dienstes.

"Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat." 1. Petrus 4, 10

<Presbyterium>>>

Ein geistlicher Impuls

"Es ist still geworden in diesen Tagen. Merkwürdig still. Die Corona-Pandemie erfordert ein diszipliniertes Verhalten der Zurückgezogenheit, das im Widerspruch steht zu unserem Hunger nach Sonne, Spazierengehen, den Frühling feiern. Stattdessen müssen wir auch auf Begegnungen verzichten, auch auf das Wiedersehen mit Familienmitgliedern.

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Das Weizenkorn - ein Video für Konfirmandinnen und Konfirmanden.

"Das Weizenkorn - ein Video für Konfirmandinnen und Konfirmanden. Passend zum Predigttext für Sonntag, den 22. März.

GANZ WICHTIG: Vorher die Bibel holen und erst Johannesevangelium, Kapitel 12, Vers 20-24 lesen!

www.youtube.com/watch

Einkaufsengel

Einkaufsengel aus Schildesche, für ältere und gefährdete Menschen der Stiftsgemeinde:
Unsere Einkaufsengel übernehmen den Einkauf für ältere und gefährdete Menschen in Schildesche.

Benötigen Sie also Hilfe beim Einkauf, können Sie sich gerne bei Micky (Michael Wortmann, Jugendreferent NB 08 Schildesche) unter 016091159201 melden und Ihre Telefonnummer hinterlassen.

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Aktuell

„Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
(Neues Testament, 2. Timotheusbrief 2,7)

Liebe Gemeinde,

wir erleben von Tag zu Tag, wie unser Leben sich durch die Corona-Epidemie verändert. Das bedeutet für jeden von uns große Veränderungen und Einschnitte. 

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Informationen der Stiftskirchengemeinde

Glocken läuten täglich um 19:30 Uhr bis Gründonnerstag

Ab Donnerstag, 19. März, laden auch in Bielefeld evangelische und katholische Kirchen dazu ein, täglich um 19.30 Uhr für einen Moment Innezuhalten, eine Kerze anzuzünden, sie gegebenenfalls sichtbar ins Fenster zu stellen, und ein Gebet zu sprechen.
Zu dieser Zeit, um 19.30 Uhr, laden die Glocken von Bielefelder Kirchen dazu ein.Die Einladung zum Innehalten, Kerze anzünden und Gebet ist eine ökumenische Initiative und geht an alle Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

<Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise>

Sonntags keine Gottesdienste! Sowie keine Veranstaltungen in Kirche und Gemeindehaus.

Offene Stiftskirche

Die Stiftskirche ist weiterhin für Gebet und persönliche Einkehr geöffnet:

Montag bis Samstag: 10 - 12 Uhr

Montag bis Freitag:    15 - 18 Uhr

Die Regeln für "Zusammenkünfte und Versammlungen in der Öffentlichkeit" sind zu beachten: nicht mehr als 2 Personen treffen aufeinander, der Abstand von 2 Metern ist einzuhalten.

Gemeindebrief

In unserem Gemeindebrief "Kontakt" finden Sie alle Neuigkeiten und Termine auf einen Blick.

Glockengeläut 19:30 Uhr

Hilfreiche "links"

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Unser Gemeindebrief:

Bei Ihren Anliegen helfen wir Ihnen gerne weiter!

Wenden Sie sich einfach an

das Gemeindebüro,

das Presbyterium

oder direkt an einen unserer 

Pfarrerinnen und Pfarrer